Da beim Judo alle gefährlichen Techniken ( Tritte, Schläge, Finger-, Bein und Fußhebel ) verboten sind, ist dieser Sport besonders für Kinder und Jugendliche interessant. Hier im Verein lernen die Anfänger dieser Sportart zuerst die Prinzipien des Haltens und des Fallens. Anschließend werden die verschiedenen Stand- (Würfe) und Bodentechniken geübt. Höflichkeit, Einsatzbereitschaft, Phantasie, Mut und Durchhaltevermögen werden im Judo verlangt und können durch Judo gefördert werden. Judo ist mehr als ein Zweikampf- oder Selbstverteidigungssystem. Es ist auch mehr als nur eine Körperertüchtigung. Es ist eine Methode, das Prinzip der größtmöglichen Wirksamkeit von Körper und Geist zu erfassen und für das Alltagsleben nutzbar zu machen. Dieses Prinzip steht nicht im luftleeren Raum, sondern wird mit Hilfe des Partners zum beiderseitigen Wohlergehen realisiert. Verbesserung der sportlichen Bewegung zur Gesundheit und zum Wohlbefinden (Gesundheitserziehung) Ziele des Judosports: Schaffung eines von strengen Regeln kontrollierten Wettkampfsystems, in dem sich Sportler messen und vergleichen können Verbesserung der geistigen Fähigkeiten sowie Ausbildung von Charakter- und Persönlichkeitsmerkmalen Aufbau sozial - integrativer Verhaltensformen unter Ausnutzung natürlicher Bewegungsfreude. Judo (deutsch: der sanfte Weg) entwickelte sich aus Jiu-Jitsu. Jigoro Kano, der Begründer des modernen Judo, entfernte aus der alten Selbstverteidigung alle gefährlichen Aktionen wie Tritte, Stöße und Schläge. Er schuf somit ein System, das es ermöglichte, einen sportlichen Vergleich auszutragen. Der Partner - nicht der Gegner - soll zwar besiegt, aber nicht verletzt und schon gar nicht vernichtet werden. |